CD-Rezension / Review / Kritik

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within temptation hydra

Within Temptation
„Hydra“
(BMG Rights/Rough Trade)
Within Temptation gelingt das, wovon viele Bands nur träumen können: Sie vermögen es - und das auf beispiellose Weise - sich mit jedem Album neu zu erfinden. Zwei Jahre nach ihrem Vorgängerwerk „The Unforgiving“ kehren sie mit einem brandheißen Epos zurück und präsentieren sich härter, brachialer und vor allem innovativer als je zuvor. Mit dem Album „Hydra“ – benannt nach jener neunköpfigen, Furcht einflößenden Sagenfigur aus der griechischen Antike - zeigt die niederländische Symphonic Metal-Combo auch anno 2014, das Stagnation ein Fremdwort für sie darstellt. So unberechenbar wie die Hydra selbst mutet die aktuelle Scheibe an. Eine fast schon rastlose, packende Dynamik zieht sich energisch durch das melodische Soundgebilde und hochkarätige wie gleichermaßen ungewöhnliche Gastmusiker sorgen für jede Menge Abwechslung: Sei es Finnlands Tarja Turunen, die bei der catchy Epik-Nummer „Paradise“ mit von der Partie ist und ihr einen verführerische Glamourtouch verleiht, oder Metalcore-Legende Howard Jones (Devil You Know, Ex-Killswitch Engage), der sich im attackierenden Riffinferno namens „Dangerous“ als idealer Gegenpart zu Sharons glasklarem Gesang entpuppt. Die Überraschung schlechthin dürfte der Auftritt von US-Rapper Xzibit sein, der sich mit seinem tiefen Düster-Rap nahtlos in das opulente „And We Run“ einfügt. Weitere Tracks wie „Silver Moonlight“, „Tell Me Why“ oder das gefühlvolle „Whole World Is Watching“, das mit Soul Asylum-Fronter Dave Pirner eingesungen wurde, komplettieren einen cross-metallischen Frontalangriff der Superlative und zeigen einmal mehr, wie wandelbar Within Temptation sind. Grandios!
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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