CD-Rezension / Review / Kritik

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ash code posthuman


Ash Code
„Posthuman“
(Swiss Dark Nights)
Ein bisschen hat die Berliner Formation Din[A]Tod mit ihrem Sound schon vor knapp zehn Jahren das vorweggenommen, was dieser Tage musikalisch bei Bands wie Ash Code, Tempers oder Minuit Machine passiert: die Verschmelzung von Cold-/Minimal-Wave, Electro und Industrial. Auf ihrem zweiten Werk „Posthuman“, das dieser Tage dem 2014 Debüt „Oblivion“ folgt, setzen Ash Code konsequent diesen Weg fort: treibende analoge Synths, post-punkige Riffs, irgendwo mittendrin ein paar noisige Elemente, dazu die melancholischen Vocals von Alessandro und Claudia – die bandeigene Stilbezeichnung Electrowave trifft hier in der Tag den Nagel auf den Kopf. Alle zwölf Songs haben ein extrem hohes Ohrwurm- und zugleich Tanzflächenpotential. Als Beispiele seien an dieser Stelle „Sand“, „Nite Rite“, „Challenging The Sea“ oder der Titeltrack „Posthuman” genannt. Insgesamt ist das neue Album von der Grundstimmung her wieder ziemlich düster geraten, doch das gehört sich ja irgendwie auch so. In den letzten Song „A New Dawn“ haben die Italiener übrigens eine kaum zu überhörende Hommage an Depeche Modes „I Feel You“ eingebaut – doch nicht nur deswegen sollte man der Platte Gehör schenken!
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.


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