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placebo a place for us to dream

Placebo „A Place For Us To Dream”

(Vertigo Berlin/Universal)
Wenn’s was zu feiern gibt, machen Placebo keine halben Sachen: Von Vinyl-Reissues, Jubiläumstour und neuer EP abgesehen begeht das glamouröse Alternative-Trio um Brian Molko sein 20-jähriges Bestehen statt mit einer herkömmlichen Singles-Compilation mit einer dicken Doppel-CD, die auf 36 Stücken in 140 Minuten alles enthält, was gut und teuer ist. Unsterbliche Klassiker und todsichere Tanzflächenkracher wie „Pure Morning“, „Slave To The Wage“ oder „You Don’t Care About Us“ sind nur der Anfang – sämtliche Alben und Bandphasen finden gleichermaßen Berücksichtigung, und auch der geübte Placebo-Hörer staunt Bauklötze, wie viele Klassiker sich in zwei Jahrzehnten angesammelt haben. Alle aufzuzählen, würde folglich den Rahmen sprengen – nur so viel: Die einst zusammen mit David Bowie aufgenommene Version von „Without You I’m Nothing“ darf genauso wenig fehlen wie die „This Picture“-B-Seite „Soulmates“ oder die Kate Bush-Coverversion „Running Up That Hill“. Und während die Interpretation von Talk Talks „Life’s What You Make It“ lediglich auf der gleichnamigen EP zu finden ist, kommen Käufer von „A Place For Us To Dream“ immerhin in den Genuss des neuen Songs „Jesus’s Son“ – ein fantastisch abzischender Uptempo-Rüttler, dessen Gitarrenarbeit unverkennbar die Handschrift von „Every You Every Me“ trägt. Erwähnten wir schon, dass dieses Stück natürlich auch vertreten ist? Nur einer von 36 Gründen, das Schaffen einer wegweisenden Band in über zwei Stunden gebührend zu würdigen.
Thomas Pilgrim

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