CD-Rezension / Review / Kritik

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Monstergod Invictus CD Cover

Monstergod „Invictus“

(EK Product)
Eins fällt beim Hören direkt auf – die beiden Herren hinter Monstergod beherrschen ihr Handwerk: der Sound klingt voll, organisch, fett durchproduziert und das Know-how schimmert durch jede Pore von „Invictus“. Allerdings braucht das dritte Studioalbum der Polen seine Zeit und hascht nicht mit vordergründigen Floorfillern nach Effekten. Die zwölf Songs bewegen sich allesamt eher im Midtempobereich mit Amplituden nach oben und unten; musikalisch trifft die bandeigene, im ersten Moment kurios wirkende Stilbeschreibung, Monstergod sei zwischen The Sisters Of Mercy, Laibach und Suicide Commando anzusiedeln, voll zu: Satte Elektronik, wabernde Synthesizerflächen, Goth-Gitarren, Metal-Geschredder und der recht tiefe, tragende Gesang von Frontmann Schnitter ergeben eine in der Tat vielleicht nicht unbedingt einzigartige, aber gelungene Mischung. So könnte „Madeleine“ bestens nach genannten Bands – oder auch Dance Or Die – in Clubs laufen. Eins der Highlights des Albums, das soundtechnisch jedoch aus dem Rahmen fällt, ist eher auf den zweiten Blick zu finden: kein Geringerer als Sin Quirin von Ministry hat für „God Lay Dead“ die Gitarren eingespielt, was diesen Track zu einem wahren Industrial-Metal-Brett gemacht hat. Zeit nehmen für diese Platte, dann kann sie wirken.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2018.
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Wednesday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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