CD-Rezension / Review / Kritik

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Dope Blood Money Part 1 CD Cover

Dope „Blood Money, Part 1“

(Steamhammer/SPV)
Ruhig war es lange Zeit um die Nu- und Industrial-Metaller, deren Songs „Die Motherfucker Die“ und „Now Or Never“ kurz nach der Jahrtausendwende die Tanzflächen der Metal-Clubs zum Kochen brachten. In den letzten Jahren war es relativ ruhig um die Band von Edsel Dope, dann tauchte vor drei Jahren ein Teaser zum Song „Drug Music“ auf, der sich auch auf diesem Album findet. „Blood Money, Part 1“ ist voll von temporeichen Industrial-Songs, die ihre Gitarrensounds bei Oldschoolbands wie Ministry entlehnen, aber deutlich experimenteller mit Synthies, Beats und Samples umgehen. „Razorblade Butterfly“ fängt beispielsweise mit abgedrehten Breakbeats an, „Numb“ ist voll von Synthie-Sounds und schleppenden Beats und hat dazu noch den Gesang bewusst auf künstlich klingende Harmonien gepitcht. Aber auch Metal können Dope immer noch: „1999“ und „Hypocrite“ fahren brachiale Gitarren-Salven und das dazu passende Gebrüll auf. Einzig die Produktion wirkt etwas zweidimensional: offenbar hat der Produzent Spaß an seinem Kompressor gefunden, und das ist schade, weil die Songs wirken, als würden sie mit mehr Dynamik noch viel besser klingen. Zum Headbangen taugt’s aber.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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