CD-Rezension / Review / Kritik

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Avatar Avatar Country CD Cover

Avatar „Avatar Country”

(Century Media/Sony)
Wer sich ohne Vorwarnung – also ohne der Band auf Facebook, Youtube oder ihrer Webseite zu folgen – ans Hören von „Avatar Country“ begibt, bei dem mag als erste Reaktion folgendes auftreten: ungläubiger Blick, Blick auf die CD/das MP3-Label (ob es auch die richtige Band ist), ungläubiges Kopfschütteln. Der chorale Opener „Glory To Our King“ wirkt nämlich wie eine Mischung aus Manowar und Spinal Tap. In Wirklichkeit haben Avatar ein Konzeptalbum produziert, in dem in jedem Song dem König von Avatar Country gehuldigt wird – insofern ist der Opener konsequent. Ob man mit dem Konzept klarkommt, mit dem man sich in der Tat an True Metal-Bands wie Manowar oder alte Hammerfall erinnert fühlt, muss jedem Hörer selbst überlassen bleiben. Musikalisch ist „Avatar Country“ jedenfalls das abwechslungsreichste und spielfreudigste Album der Schweden: „Legend Of The King“ alleine ist von Elementen aus mindestens vier verschiedenen Musikstilen gespickt, und „The King Welcomes You To Avatar Country“ eröffnet mit einem Southern Rock-Riff. Derart gemischt geht es auf dem ganzen Album zu: was auch immer dem Song dient, wird verwendet und alles passt! Letzten Endes ist „Avatar Country“ aber ein Metal-Abum, auf dem auch Avatars ältere Melodic Death Metal-Einflüsse zu finden sind, aber es ist einfach extrem abgefahren.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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